Erfahrungen mit Gott

Im Gottesdienst am Sonntag 16. Juni 10 Uhr
berichten Menschen, wie sie Jesus Christus
in ihrem persönlichen Leben erfahren haben

 

Unser Gottesdienst
Gott begegnen, fröhlich mitfeiern, oder entspannt genießen,
neue Perspektiven gewinnen –  unser Gottesdienst möchte Sie mit hineinnehmen, ins Hören, Staunen, Umdenken, Singen, Erfahren und Erleben.
Immer sonntags ab 10.00 Uhr in der Baptistenkirche
mit Kinderprogramm.
Brezel, Kaffee, Tee, Latte Macciato
oder Espresso im Gemeindecafé danach

 

Liebe Leser,

wir sind Gottes Geschöpfe und unsere eigentliche Bestimmung ist die Gemeinschaft mit Ihm. Aber eben genau dagegen rebelliert der sündige Mensch. Er will sein eigener Herr sein! Seine größte Sünde ist seine „Selbst- Herr-lichkeit“. Er will kein Ober-Haupt über sich dulden; seine Sünde ist „Selbst-be-Haupt-tung“.
Martin Luther sagt dazu: Er ist „incurvatus in se ipsum“, ist in sich selbst „eingekurvt“ und eingekrümmt, dreht sich wie ein Karussell stets um die eigene Achse. Dabei schreit seine Seele nur „Ich - Meiner – Mir – Mich“. Die ganze Welt und sogar Gott soll nur um Ihn rotieren.

Dieser „in sich eingekurvte“ Mensch gleicht - in einem anderen Bild - einem Menschen im Boot, der nur auf einer Seite das Ruder zu betätigen vermag. Auch der größte Eifer, die stärkste Anstrengung bringen ihn nicht vom Fleck; er rotiert unablässig um sich selbst.
Aus dieser Eigendrehung gibt es nur einen Ausweg. Der Mensch braucht einen Richtungsgeber, der nicht in ihm, sondern außerhalb von ihm steht. Und das ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Der sagt von sich im Johannesevangelium 14,6:
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Jesus ist der einzige, echte Weg, der uns Sünder vom „Ich - Meiner – Mir – Mich“ wegführen kann. An seiner Hand kommen wir unserem Vater im Himmel wieder näher, der uns geschaffen hat und dem wir bestimmt sind. Und wenn Gott uns ganz nahe ist, dann wird auch das „Ich - Meiner – Mir – Mich“ in uns immer leiser, sodass die ruhige und weise Stimme unseres Schöpfers zu unserer Seele durchdringen kann. Nur dieses Reden Gottes in uns kann unserer Seele letztlich aus ihrer Eigendrehung heraushelfen! Dass das in unserem Leben mehr und mehr gelingt, das wünsche ich uns allen

Herzlichst, Dein/Ihr Pastor Ralf Schneckener

Baptisten taufen

Gedanken zur Taufe von Pastor Ralf Schneckener

Das Thema Taufe kommt im Leben vieler Christen oft als ein Höhepunkt ihres frühen Glaubenslebens vor. Danach betrachten viele Gläubige die Taufe als einen erledigten Punkt auf ihrem Glaubensweg. Aber eigentlich beinhaltet die Taufe eine ständige Botschaft an uns. Sie will uns jeden Tag - jede Stunde daran erinnern, dass unsere Fesseln zerschnitten sind! Der große Reformator Martin Luther hat dazu formuliert: „...es mangelt nicht am Schatz (Wort Gottes, Bibel, Theologie – das alles haben wir), aber daran mangelt es, dass man ihn festhalte (sich erinnert, sich seiner bewusst ist). Darum hat ein jeder Christ an der Taufe genug zu lernen und zu üben, denn er hat immer daran zu schaffen (zu erinnern), dass er fest glaube, was sie (die Taufe) zusagt...“ .

Mit anderen Worten: Was in Deinem Leben noch an Nöten und Anfechtungen kommen mag, die Taufe will Dich daran erinnern, dass diese Welt Dich nicht überwältigen kann. Die Taufe wirkt! Was sie bewirkt, darüber berichtet uns der Apostel Paulus vor allem im Römerbrief. Dort schreibt er in Kapitel 6: Röm 6,3 Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? Röm 6,4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.

 

Hier stellt Paulus drei Dinge fest.

 

  1. Wir Christen sind auf den Tod Jesu Christi getauft (Vers 3).
  2. Und durch diese Taufe auf den Tod Jesu sind wir mit Jesus begraben in seinem Tod (Vers 4a).
  3. Und genauso, wie Jesus Christus nach drei Tagen aus dem Grab wieder auferstanden ist, so erstehen auch wir in unserer Taufe zu einem neuen Leben auf (Vers 4b).

 

Das bedeutet im Klartext: Bei der Taufe geschieht etwas Greifbares! Paulus sagt dazu sinngemäß in Vers 4: „Wir sind mit Jesus begraben durch die Taufe in den Tod.“ Damit will er deutlich machen, dass bei der Taufe ein Teil unserer Persönlichkeit ganz real zu Tode kommt, und zwar unser „alter Mensch“.

Der „alte Mensch“ ist die biblische Bezeichnung für unsere alte, sündige Identität mit all ihren negativen Bindungen und Neigungen. Mit dem Tod dieses alten Menschen verliert die Sünde (mal als Person gedacht), ihre Kontrolle über uns. Den alten Menschen konnte sie noch mit ihren Kniffen und Tricks beherrschen. Aber der ist nun, wie Paulus in Vers 4 sagt: „mit Jesus durch die Taufe in den Tod begraben.“ Aus dem Taufwasser wieder heraus kommt ein neuer Mensch mit einer neuen Identität, mit einem neuen Leben.

Paulus schreibt dazu in V.4 unseres Textes: „Wir werden nach unserer Taufe in einem neuen Leben wandeln.“

Dieses neue Leben ist nicht mehr wie das alte an die Sünde gebunden. Das bedeutet natürlich nicht, dass getaufte Christen keine Anfechtungen mehr ertragen müssen und nicht mehr sündigen. Wir sind ja nach wie vor Menschen, die in einer von der Sünde geprägten Welt leben. Aber wir müssen als Getaufte nicht mehr zwanghaft der Sünde erliegen, wie vor der Taufe. Wir können vollmächtig „Nein“ zu ihr sagen! Das ist die neue Lebensrealität, die für uns Getaufte gilt.

 

Darum mein Appell an Dich: Wenn Du dich bekehrt hast, Dein Leben bewusst in die Hände Jesu gelegt hast, dann warte um Deiner selbst willen nicht zu lange mit deiner Taufe.

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