Jahreslosung 2018

„Gott spricht:
Ich will dem Durstigen geben
von der Quelle des lebendigen Wassers
umsonst.“
Offenbarung 21, 6b

Baptistenkirche Rendsburg

Liebe Leser,

als vor ca. 1500 Jahren die ersten christlichen Missionare nach Irland kamen, da entstand unter den Einheimischen ein seltsamer Brauch. Wenn die Männer eines Dorfes zur Taufe gingen, dann pflegten sie beim Taufakt den rechten Arm hochzuhalten. Er sollte nicht vom Taufwasser berührt werden, denn er führte im Kampf das Schwert. Er sollte von den Geboten Jesu ausgenommen sein.
Bei unseren Taufen werden die Täuflinge ganz ins Wasser hineingetaucht, wie es auch schon in der frühen Kirche die Praxis war.
Der „Leib der Sünde“, wie es im Römerbrief 6,6 heißt, wird hier in den Tod gegeben. „…sodass wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde“ (Röm.6,6-7). Nichts vom Körper des Täuflings soll davon ausgenommen sein. Der Körper ist hier ein Symbol für die menschlichen Lebensbereiche. Kein Bereich soll vor der Taufe davonkommen. Alles muss unter das Wasser, damit alles neu wird. Kein „Schwertarm“, keine alten sündigen Gewohnheiten, keine destruktiven Lüste sollen im Leben des Täuflings am Leben bleiben. Das neue Leben soll ihn voll und ganz ergreifen. Der Getaufte soll „in einem neuen Leben wandeln“ (Röm.6,4). Er soll freigesetzt neu anfangen können.

Wir Getauften müssen uns alle immer wieder neu vergegenwärtigen, in welchem Stand wir stehen. Dazu heißt es im Römerbrief 6,12: „So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch…“!
Das ist die Realität, in der wir Getauften leben. Nicht die Sünde ist unser Herr, sondern wir haben in Jesus Christus die Macht, vollmächtig „NEIN“ zur Sünde zu sagen. Lasst uns das üben. Denn damit üben wir, Jesus nachzufolgen. Herzlichst, Pastor Ralf Schneckener

Predigt 19.08.2018

Pastor Ralf Schneckener – Jesus befreit uns aus unserer Einsamkeit
Bibelstelle: Mt 9,9-13

Predigt 05.08.2018

Pastor Ralf Schneckener – „Positives Sendungsbewußtsein“

Matth. 17,7+8

Gemeindebrief September 2018

Liebe Leser,

der Pfarrer Ernst Modersohn (1870-1948) war ein gefragter Evangelist und Seelsorger. In den vielen Jahren seines Dienstes hat er unzählige Ehen geschlossen und begleitet. Und irgendwann ist er dahin gekommen, die Ehen in vier Klassen einzuteilen.

In der ersten Klasse leben die Eheleute gegeneinander. In solchen Ehen ist immer „dicke Luft“. Da ist ständiger Kampf, da ist die Liebe erkaltet, das Glück zerbrochen.
In der zweiten Klasse leben die Ehen nebeneinander. Das sind die kalten, frostigen Ehen. Da weiß keiner vom anderen, was er denkt, was ihn innerlich bewegt, was ihn erfreut. Hier ist man einsam trotz der Ehe.

Die dritte Klasse scheint schon idealer zu sein. Da lebt man miteinander. Man arbeitet miteinander, man verdient das Geld miteinander, man kauft sich die Möbel miteinander, man schafft sich miteinander Kinder an. Ist das nicht wunderschön, wenn das äußere Miteinander zur Geltung kommt?
Und doch ist das noch immer nicht die Idealehe. Dazu gehört viel, viel mehr.
Zur vierten Klasse gehören die Ehen, wo die Partner füreinander leben. Hier gilt: Nicht ich, sondern du! Da heißt es: Ich liebe dich, ich helfe dir, ich mache dich glücklich, ich will den untersten Weg gehen, ich will verzichten, ich will vergeben und vergessen.
Ich wünsche uns Eheleuten und allen Eheanwärter(innen), dass wir immer nach der vierten Klasse streben. Denn zu optimieren gibt es wohl immer etwas…;-). Frei nach dem Motto aus dem Epheserbrief, Kapitel 5,21: „Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi“.

Herzlichst, Ihr/Dein Pastor Ralf Schneckener