Jahreslosung 2016

„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“.

Baptistenkirche Rendsburg

Flyer Alpha 2-2016 - Vorderseite

Liebe Leser,

als vor ca. 1500 Jahren die ersten christlichen Missionare nach Irland kamen, da entstand unter den Einheimischen ein seltsamer Brauch. Wenn die Männer eines Dorfes zur Taufe gingen, dann pflegten sie beim Taufakt den rechten Arm hochzuhalten. Er sollte nicht vom Taufwasser berührt werden, denn er führte im Kampf das Schwert. Er sollte von den Geboten Jesu ausgenommen sein.
Bei unseren Taufen werden die Täuflinge ganz ins Wasser hineingetaucht, wie es auch schon in der frühen Kirche die Praxis war.
Der „Leib der Sünde“, wie es im Römerbrief 6,6 heißt, wird hier in den Tod gegeben. „…sodass wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde“ (Röm.6,6-7). Nichts vom Körper des Täuflings soll davon ausgenommen sein. Der Körper ist hier ein Symbol für die menschlichen Lebensbereiche. Kein Bereich soll vor der Taufe davonkommen. Alles muss unter das Wasser, damit alles neu wird. Kein „Schwertarm“, keine alten sündigen Gewohnheiten, keine destruktiven Lüste sollen im Leben des Täuflings am Leben bleiben. Das neue Leben soll ihn voll und ganz ergreifen. Der Getaufte soll „in einem neuen Leben wandeln“ (Röm.6,4). Er soll freigesetzt neu anfangen können.

Wir Getauften müssen uns alle immer wieder neu vergegenwärtigen, in welchem Stand wir stehen. Dazu heißt es im Römerbrief 6,12: „So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch…“!
Das ist die Realität, in der wir Getauften leben. Nicht die Sünde ist unser Herr, sondern wir haben in Jesus Christus die Macht, vollmächtig „NEIN“ zur Sünde zu sagen. Lasst uns das üben. Denn damit üben wir, Jesus nachzufolgen. Herzlichst, Pastor Ralf Schneckener

Gemeindebrief August 2016

Liebe Leser,

in Psalm 18, Vers 30 heißt es: „…(Ich kann) mit meinem Gott über Mauern springen“

Verfasst hat diese Worte der altisraelitische König David. Wenn wir seine Lebensgeschichte betrachten (Samuelbücher, Chronik), dann sehen wir viele Mauern/Hindernisse, die ihm auf seinem Lebensweg entgegen standen. Das Leben dieses Königs war voller schwieriger Situationen. Da war in seinen jungen Jahren der Kampf mit dem Philisterhühnen Goliath, der wie eine unüberwindliche Mauer vor ihm stand. Wir wissen alle, wie das ausgegangen ist. Da war die Bedrohung durch seinen Königsvorgänger, den König Saul, der ihm immer wieder nach dem Leben trachtete. Da waren die vielen Kämpfe und Schlachten gegen andere Völker (Phillister etc.), in denen er sich bewähren musste. Und da war, als er schon älter war, die Bedrohung durch seinen eigenen Sohn Absalom, der ihn stürzen wollte. Im Leben Davids gab es viele bedrohliche Mauern/Hindernisse, die aus menschlicher Sicht unüberwindbar waren.

Und immer wieder hat sich David in all diesen Bedrängnissen überfordert gefühlt. Immer wieder hat sich Verzweiflung in ihm breit gemacht. Wir sehen das an den vielen Psalmen, die er verfasst hat. Wie oft ist da von Gruben, in die man fallen kann und Stricken, die einen fangen wollen die Rede. David ist nie der souveräne mutige Held mit einer Kriegerseele gewesen. Er verzagte immer wieder vor den Hindernissen des Lebens. Er war oft zu Tode betrübt. Aber in all seinen Zerbrüchen, in all seiner Hoffnungslosigkeit hat er immer wieder eines erkannt: …(Ich kann) mit meinem Gott über Mauern springen“.
Alle Mauern und bedrohlichen Hindernisse, die ihm begegnet sind, wurden klein und überwindbar, wenn er den lebendigen Gott um Hilfe gebeten hat.

Dieser lebendige Gott, der seinen Sohn Jesus Christus für uns Menschen geopfert hat, möchte auch dir Flügel verleihen, damit Du die Mauern in deinem Leben  überwinden kannst.

Und dann wirst Du wie David singen können: …(Ich kann) mit meinem Gott über Mauern springen

Herzlichst, Ihr/Dein Pastor Ralf Schneckener